Was sich Niklas Thobe mit Emsteks Tennisherren für 2026 vornimmt

In der neuen Serie „Mein Jahr“ blicken Sportlerinnen und Sportler aus dem Kreis Cloppenburg auf die hinter uns liegenden Monate zurück und das, was demnächst kommt.
Ludger Langosch | 01.12.2025

Das Kalenderjahr neigt sich dem Ende zu. In der neuen Serie „Mein Jahr“ blickt die Sportredaktion der OM-Medien mit Sportlerinnen und Sportlern aus dem Kreis Cloppenburg auf 2025 zurück und schon voraus auf 2026. Sechs Fragen sind zu beantworten, in denen es um persönliche Einschätzungen geht.
Die erste Folge bestreitet Niklas Thobe, Mitglied der ersten Tennismannschaft des Emsteker TC. Die ETC-Herren spielen in der Wintersaison in der Verbandsliga, im Sommer in der Verbandsklasse.

Herr Thobe, wenn Sie den sportlichen Jahresfilm Ihres Teams schneiden würden: Welche Szene müsste auf jeden Fall dabei sein?
Das war fraglos unser Sieg im Halbfinale des Vereinspokals. Das ist ein niedersachsenweiter Wettbewerb, der in zwei Regionen im K.-o.-System ausgespielt wurde.
Wir haben uns in der Region Nord nach einem Freilos in der ersten Runde in sechs weiteren Partien bis ins Endspiel vorgekämpft und dann gegen den Beckedorfer TC aus dem Kreis Osterholz-Scharmbeck 3:0 gewonnen.
Als Sieger der Gruppe Nord sind wir dann auf den aus dem Süden getroffen. Da haben wir allerdings in Göttingen gegen den TV Springe 0:3 verloren.

Und welche Szene aus dem sportlichen Jahresfilm würden Sie am liebsten rauslassen?
Da ist natürlich die entscheidende Niederlage in der Sommerrunde. Wir haben nur ein Spiel verloren, das aber mit 0:6 beim Osnabrücker TC. Das hat uns den Aufstieg aus der Verbandsklasse in die -liga gekostet. Osnabrück war aber klar stärker, das muss ich einräumen. Ärgerlicher war das 0:3 im Finale des Vereinspokals.
Wir hatten überhaupt nicht damit gerechnet, so weit zu kommen. Daher hatten unsere Nummer eins, Jan-Niklas Wendeln, und drei, Jan-Marc Thobe, schon lange Urlaub gebucht und waren nicht da. Mit den beiden wäre es zumindest knapper geworden, vielleicht hätten wir sogar gewonnen.

Zur Person: Niklas Thobe
- Alter: 31 Jahre.
- Familienstand: verlobt.
- Beruf: Vertriebs-Innendienstler bei ELO-Frost in Langförden.
Begann mit Tennis als Neunjähriger. Mitglied der ersten Mannschaft des ETC seit 2012.

Wer war der „heimliche MVP“, den niemand bzw. kaum jemand auf dem Schirm hatte?
Das ist Tobias Henning, der nach jahrelanger Pause wieder mit Tennis begonnen und sich in den letzten drei Jahren mit vielen Turnieren und Spielen wieder richtig hochgearbeitet hat. In der vorigen Saison war er in unserer Mannschaft noch die Nummer vier, nun ist er die Nummer zwei.

Was hat Sie in diesem Jahr persönlich am meisten bewegt?
Ich bleibe im sportlichen Bereich. In Bezug auf Tennis finde ich es schade, dass die deutschen Asse international so wenig Erfolg haben. Und zudem bin ich Schalke-Fan. Da freut und bewegt mich der Höhenflug der letzten Monate sehr. Ich hätte nie gedacht, dass Schalke aktuell Tabellenführer in der 2. Fußball-Bundesliga sein würde.

Und was hat Sie am meisten geärgert?
Dass Alexander Zverev immer noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat. Mit seinen 28 Jahren wird es langsam Zeit, im nächsten oder übernächsten Jahr muss es klappen.

Wenn das alte Jahr endet, steht das neue kurz bevor: Welche Schlagzeile würden Sie über Ihr Team im nächsten Jahr gerne lesen?
Dass wir im Sommer den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft haben. Es wird natürlich schwer, aber wir wollen oben mitspielen.
Der Aufstieg ist ein Ziel.
Hat in diesem Jahr einiges erreicht und für 2026 einiges vor: Niklas Thobe (Dritter von links) mit seinen Teamgefährten (von links) Jan-Marc Thobe, Jan-Niklas Wendeln und Tobias Henning. Foto: Maria Lohmann/ETC